Als Ecstasy werden entaktogeneStimulanzien bezeichnet, d.h. aufputschende Stoffe, welche ein Gefühl von emotionaler Berührtheit erzeugen. Es wird meist als illegalePartydroge in Tablettenform konsumiert.
Oft wird Ecstasy als Synonym für den WirkstoffMDMA angesehen, allerdings können in den von Dealern verkauften Drogen auch ähnlich wirkende Wirkstoffe, wie MDE (auch MDEA), MDA, MBDB und MMDA, enthalten sein (Zur näheren Wirkungsweise siehe MDMA). Konsumenten können diese Substanzen in der Regel nicht voneinander unterscheiden.
Diese Stoffe gehören zur Substanzklasse der Amphetamine und haben wie diese eine aufputschende Wirkung.
Synonyme für Ecstasy sind E, XTC, Essence, Love, Cadillac und Empathy. MDMA wurde speziell als Adam bezeichnet, MDE als Eve. Oft werden Ecstasy-Tabletten auch jeweils nach ihrem Design bezeichnet, also nach Farbe, Form und Loge, so z.B. Blaue Punischer, Pharaos, Weiße Tauben, Reiter etc..
Im Emoji-Code werden für MDMA und Ecstasy die Symbole ❤️ (Red Heart), 🙈 (See-No-Evil Monkey), 👽 (Alien), 💥 (Collision), ☄️ (Comet)(auch für 2C-B), ⚡ (High Voltage) (auch für Mephedron/Metaphedron). Explizit für Ecstasy werden die Emoji ❌ (Cross Mark), 🍬 (Candy), 🍭 (Lollipop), 🇪, 🟡 (Yellow Circle, "Goldene Kugel"), 🍇 (Grapes)(auch für Wein und Codein) und 💊 (Pill)(auch für andere Drogen) verwendet. Das Emoji 🛼 (Roller Skate) steht sowohl für Ecstasy als auch für den damit verbunden Rauschzustand "Rollen".
Nach dem Verbot von MDMA in Deutschland 1986, wurde verstärkt MDE als halblegale Alternative vertrieben, bis auch dieses 1991 verboten wurde. Dies Wiederholte sich mit MBDB, welches 1996 verboten wurde.[1]Mephedron wurde 2010 unter das Betäubungsmittelgesetz gestellt, Methylon 2012. (vgl. Designerdroge)
Auch wenn die Wurzeln des MDMA-Gebrauchs bis in die 1960er zurückgehen, gilt Ecstasy vor allem als Modedroge der Techno-Kultur der 90er Jahre.
Sonstiges[]
GHB wird oft unter dem Namen "Liquid Ecstasy" verkauft, es besteht allerdings kein Zusammenhang in Wirkung oder Struktur zu Ecstasy. Es handelt sich hierbei wohl um einen Werbetrick von Dealern.
Referenzen[]
↑Manfred Rabes, Wolfgang Harm: XTC und XXL. Ecstasy., S. 43f, 1997, ISBN 3499602393