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Gamma-Butyrolacton
Gamma-Butyrolacton

GBL (γ-Butyrolacton) ist ein weit verbreitetes industrielles Lösungmittel, welches oft zur illegalen Herstellung der Droge GHB verwendet wird oder verdünnt als Droge konsumiert wird.

Im Körper wird GBL innerhalb weniger Minuten durch 1,4-Lactonase zu GHB umgewandelt (siehe GHB für Wirkung). Da GBL selbst schneller resorbiert wird, führt GBL zu einem schnelleren Wirkungseintritt als wenn GHB direkt oral konsumiert wird.

GBL muss vor dem Konsum verdünnt werden, da es ansonsten als Carbonsäure die Zähne und wegen seiner Wirkung als Lösungmittel das Gewebe schädigen kann. Da es sich um ein Industrieprodukt handelt, welches nicht zum Konsum hergestellt ist, können auch andere schädliche Chemikalien enthalten sein. Deswegen ist der Konsum von GBL auch ungesünder als der von GHB.

Konsum[]

Dosierung[]

Einen leichten Rausch erreicht man mit 0,5 bis 0,9 ml*, einen mittleren mit 1,0 bis 1,4 ml* und einen starken mit 1,5-2,0 ml* . Alles darüber führt ohne Toleranz zu einem koma-ähnlichen Schlaf und kann lebensgefährlich werden.

*Die ml-Dosierungsangaben beziehen sich auf eine etwa 70 kg schwere Person.

Mischkonsum[]

Kombinationsliste[]

Legalität[]

Seit 2025 ist GBL als Reinstoff oder in Zubereitungen mit mehr als 20%-Gehalt im NpSG Anlage II gelistet, womit das Besitzen, das Erwerben, der Handel (insbesondere Versandhandel und Automatenverkauf), die Herstellung, das in Verkehr bringen, die Ein- oder Ausfuhr, die Weitergabe an Unter-18-Jährige, der Besitz durch Unter-18-Jährige und das Verabreichen an andere illegal sind. Ausgenommen hiervon sind "nach dem jeweiligen Stand von Wissenschaft und Technik anerkannte Verwendungen [...] zu gewerblichen, industriellen oder wissenschaftlichen Zwecke."

GHB ist in BtMG Anlage III gelistet, die Herstellung von GHB aus GBL kann also nach dem Betäubungsmittelgesetz bestraft werden.

Weblinks[]

Verwandte Drogen[]

GABAnergika
Wechselwirkung Vertreter Häufige Wirkstoffgruppe
GABA-Agonist GABA, Phenibut, Baclofen, GHB (GBLBDO), Muscimol (FliegenpilzPantherpilzPrämuscimol), Sulfonale (SulfonalTrionalTetronal)
Barbiturate Hypnotika
(veraltet)
Addiktiva
Allobarbital, Amobarbital, Barbital, Butabarbital, Butalbital, Cyclobarbital, Cyclopal, Enallylpropymal, Heptabarbital, Hexobarbital, Methylphenobarbital, Narcobarbital, Noctal, Pentobarbital, Pernocton, Phenobarbital, Secobarbital, Vinylbital
Thiobarbiturate
Thialbarbital, Thiobarbital, Thiopental
Z-Drugs Hypnotika
Zopiclon, Zolpidem, Zaleplon
GABA-Antagonist Thujone(Wermut, Absinth)
GABA-Verstärker Valerensäure (Echter Baldrian), Chloralhydrat, Ethanol (Ethanolische Getränke), Methaqualon, Propofol, Baicalin & Baicalein (Blaues HelmkrautBaikal‑HelmkrautSumpf‑Helmkraut), 2M2B, Kava
Benzodiazepine Anxiolytika
Sedativa
Hypnotika
Addiktiva
Alprazolam, Bentazepam, Bromazepam, Brotizolam, Clobazam, Clonazolam, Chlordiazepoxid, Clonazepam, Clorazepat, Clotiazepam, Delorazepam, Diazepam, Etizolam, Flunitrazepam, Flurazepam, Loprazolam, Lorazepam, Lormetazepam, Medazepam, Midazolam, Nitrazepam, Nordazepam, Oxazepam Phenazepam, Prazepam, Temazepam, Tetrazepam, Triazolam
GABA-Schwächer Beta-Carboline‎
GABA-Transaminase-Hemmer Rosmarinsäure (Melisse)
Polykonsum mit
Uppern Vin Mariani
Downern GABAnergika Zonencocktail, Bier
Opioiden Opium-Tinktur, Nepenthes
Cannabinoiden
Halluzinogenen Psychedelika
Dissoziativa
Delirantia
Sonstigen Absinth