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Psychokampfstoffe sind chemische Waffen die gezielt auf die Beeinflussung des Bewusstseins der Betroffenen abzielen. Sie sind seit 1997 durch die Chemiewaffenkonvention geächtet.

Es handelt sich hierbei meist um drogenartige Substanzen, die in sehr geringen Mengen wirksam sind, sich als Aerosol oder Gas in der Luft verteilen lassen und auf das Nervensystem wirken. Sie sollen meist als weniger-tödliche Waffen die Betroffenen kampfunfähig machen, ohne sie zu töten.

Beispiele für Psychokampfstoffe sind:

  • BZ, 3-Chinuclidinylbenzilat, ein hochpotentes anticholinerges Delirantium. Betroffene erleben zunächst echt wirkende Halluzinationen bevor sie Bewusstlos werden, die Wirkung hält etwa drei Tage lang an und ist mit Erinnerungslücken verbunden.
  • Carfentanyl, ein hochpotentes Opioid, eine übermäßige Exposition kann leicht zu einer tödlichen Atemdepression führen.
  • Remifentanil, ein hochpotentes Opioid
  • Kolokol-1, ein mysteriöser russischer Psychokampfstoff, welcher etwa bei der Erstürmung des Moskauer Dubrowka-Theater verwendet wurde, wobei es zu vielen Todesfällen kam. Vermutlich Carfentanyl und Remifentanil.
  • PCP, ein Dissoziativum, wurde von den USA und Südafrika als Psychokampfstoff gehortet.
  • LSD, ein hochpotentes Psychedelikum, wurde intensiv von der CIA erforscht. Die Ausbringung von LSD als Aerosol erscheint schwierig, wahrscheinlicher wäre eine Vergiftung etwa über Flüssigkeiten wie Leitungswasser. Weiterhin erscheint eine Person unter dem Einfluss von Psychedelika vielleicht als sehr Desorientiert, wäre aber dennoch in der Lage Waffen zu bedienen.

Ein oft rezipiertes Konzept eines Psychokampfstoffes ist die Sex Bomb oder Gay Bomb, ein hochpotentes Aphrodisiakum oder Pheromon, welches Soldaten zu sexuellen Handlung miteinander zwinge und sie so kampfunfähig machen sollte. Das Konzept schaffte es nicht über ein Gedankenspiel hinaus, allgemein gibt es kaum zuverlässig wirkende Aphrodisiaka, Pheromone und auch keine Substanzen, welche die sexuelle Orientierung verändern können.

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