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Als Rausch oder Trip werden die unmittelbaren Wirkungen von Drogen bezeichnet.

Begriffe[]

Der Begriff Rausch wird innerhalb der Konsumentensubkultur tendenziell eher für Body-Drugs verwendet, bei Head-Drugs bzw. Halluzinogenen wird eher von einem Trip bzw. einer Reise gesprochen. Hierbei spielt auch eine Rolle, dass ein "Rausch" eher als begleitende Wirkung zu einer weitergehenden Erfahrung (wie etwa einer Party) betrachtet wird, während beim "Trip" die Drogenwirkung eher im Zentrum der Aufmerksamkeit steht. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden beide Begriffe jedoch weitestgehend synonym verwendet.

Bei Ethanol ist ein leichter Rausch ein Schwips, bei einem stärkeren Rausch hingen ist der Berauschte betrunken. blau, hacke, dicht bzw. hackedicht.

Bei Cannabis-Wirkung wird von einem High bei einem eher aktivierenden Rausch gesprochen oder ein Berauschter wird als stoned, Dew bzw. breit bezeichnet, wenn eher dämpfende Wirkungen überiwegen. Bei einer sehr stark dämpfender Wirkung wird auch von Couch-Lock bzw. dem "in die Couch gedrückt" werden gesprochen.

Bei chemischen Drogen, wie Ecstasy, wird der Berauschte auch als drauf, druff, verballert, verklatscht oder verstrahlt beschrieben oder die berauschte Person sei "auf Sendung". Bei einem Trip mit wahnhaften Anwandlungen wird auch von einem Film bzw. "einen Film schieben" gesprochen (was allerdings auch ohne Drogeneinfluss für einen Wahnhaften Zustand ververwendet wird).

Ein Flash oder Kick ist eine schnell einsetzende Drogenwirkung am Anfang des Konsums. Die ausklingende Wirkung bei Abfluten des Wirkstoffes wird bei chemischen Drogen oder Psychedelika als Afterglow bezeichnet.

Nachwirkungen, welche noch vorhanden sind wenn die Wirkstoffe ausgeschieden bzw. abgebaut sind, werden in der Regel nicht zum Rausch gezählt. Bei Ethanol werden diese als Kater bezeichnet, bei depressiven Stimmungen als "Down" oder "Schwarzes Loch".

Spezifische Rauschwirkungen sind der Fressflash] (Heißhunger), der Laberflash (Rededrang), Ich-Auflösung, Breakthrough, K-Hole, nodden oder Optics.

Einflussfaktoren[]

Ein Rausch wird in der Regel durch folgende Einflussfaktoren bestimmt:

Droge

Die Droge legt durch die Wechselwirkung ihrer Wirkstoffe mit dem Körper, insbesondere dem Nervensystem, das erzielte Wirkungsspektrum im wesentlichen fest. Die Art der Zubereitung und die Eigenschaften der Wirkstoffe geben oft den Applikationsweg vor. Wenn sich die Wirkungen mehreren Wirkstoffen bzw. Drogen zeitlich überlagern (sog. Mischkonsum) können Wechselwirkungen auftreten, welche über die Wirkungen der Einzelsubstanzen hinausgehen und sich etwa gegenseitig verstärken (Synergie) oder abschwächen. Dies ist insbesondere dann der Fall wenn die Wirkstoffe auf das selbe Neurotransmitter-System wirken.

Dosis

Die Dosis kann Intensität, Ausprägung und Dauer eines Rausches bestimmen.

Die Stärke der Wirkungen nimmt meist mit einer höherer Dosis zu. Einzelne Wirkungen können aber auch ab einer bestimmten Dosis ein Maximum erreichen (Ceiling) oder bestimmte Wirkungen treten erst ab einer gewissen Dosis auf (z.B. Breakthrough bei Psychedelika). In diesem Zusammenhang wird auch von phasischer Wirkung gesprochen (biphasisch für zwei Wirkphasen, triphasisch für drei usw.).

Viele Wirkstoffe werden in katalytischen Reaktionen im Körper abgebaut und unterliegen deshalb einem exponentiellem Abbauprozess, der durch eine Biologische Halbwertszeit charakterisiert wird. Eine Verdopplung der Initialdosis führt hierbei ungefähr zu einer Verlängerung der Wirkdauer um eine Halbwertzeit. Allerdings kann dieser Prozess auch deutlich komplexer sein, etwa wenn es sich beim Wirkstoff um eine Prodrug handelt oder aktive Metaboliten besitzt.

Applikationsweg

Der Applikationsweg bestimmt die Zeit des Anflutens des Wirkstoffes (z.B. beim Wirkungseintritt) und die vom Körper aus der Drogenzubereitung aufgenommene Wirkstoffmenge (Biologische Verfügbarkeit).

Je nach Applikationsweg verteilt sich der Wirkstoff unterschiedlich schnell im Körper, wobei für die meisten neuroaktiven Wirkstoffe das erreichen des Nervensystems, insbesondere des ZNS bei Psychoaktivität, für den Wirkungseintritt verantwortlich ist.

Teil des Wirkstoffes gehen auf dem Weg zu ihrem Angriffspunkt verloren, was als Biologische Verfügbarkeit bezeichnet wird. Z.B. wird bei enteralen Applikationswegen (über den Darm) der Wirkstoff meist direkt durch die Leber gleitet, so dass es vermehrt zu metabolischen Prozessen kommt (First-Pass-Effekt), welche je nach Droge erwünscht (z.B. bei Prodrugs) oder unerwünscht (z.B. Abbau des Wirkstoffes) sein können.

Körper

Bei jeder Drogenwirkung spielen individuelle körperliche Veranlagungen eine Rolle. Rezeptormoleküle und abbauende Enzyme können je nach genetischer Veranlagung unterschiedlich aufgebaut sein, so dass sie auch unterschiedlich auf Wirkstoffe reagieren können. Auch können Neurotransmitter verbraucht werden und der Körper kann sich bei langfristigen Konsum an die Droge anpassen, woraus Wirkstofftoleranz- und körperliche Abhängigkeits-Entwicklung resultieren kann. Generell muss gesagt werden, dass eine Drogenwirkung für zwei verschiedene Menschen unterschiedliche ausfallen kann.

Set

Als Set wird die geistige Einstellung zum Rausch bezeichnet. Das Set bestimmt vor allem die Bewertung der Rauscherfahrung als positiv oder negativ. Man betrachte hierfür beispielsweise den Unterschied zwischen jemanden, der beim Pilzsammeln aus versehen Psilocybinhaltige Pilze erwischt hat und deshalb von einer halluzinogenen Wirkung überrascht und verängstigt wird und jemanden der gezielt solche Pilze einnimmt um damit Erleutungs-Erfahrungen herbeizuführen. Das Set spielt auch beim Placebo-Effekt eine Rolle.

Setting

Als Setting wird die Umgebung in der ein Rausch stattfindet bezeichnet. Da der Geist in permanenter Wechselwirkung mit der Umwelt steht ist auch diese für die Qualität des Rausches entscheidend. Drogen führen oft zu einer gewissen Enthemmung, entsprechend können sich äußere Störungen leichter auf den Gemütszustand durchschlagen und zu Ängsten oder Aggressionen führen, dies spielt etwa bei der Eignung einer Substanz als Partydroge eine Rolle.

siehe auch[]

Rausch
Einflussfaktoren
Droge Dosis Körper Set Setting
Wirkstoff
Zubereitung
Upper
Downer
Halluzinogen
Testdosis
Microdosis
Wirkdosis
Überdosis
Toxische Dosis
Letale Dosis
Nachdosieren‏‎
Herantasten‏‎
Dosierung nach Gefühl
Dosiseskalation
Toleranz
Kreuztoleranz
Reverse Toleranz
Unverträglichkeit
Vorerkrankungen
Erwartungshaltung
Positives Denken
Drogenszene
Konsumraum
Peer-Group
Tripsitter
Triptoy
Tripraum
Floating
Snoezelen
Musik
Party
Rauschverlauf
Motivation Vorbereitung Anfluten
Invasion
Rauschniveau Abfluten
Elemination
Nachwirkungen
Neugier
Entspannung
Enthemmung
Frust
Therapie
Selbstmedikation
Craving
Set
Setting
Beschaffung
Flash bzw. Kick
Aufdosieren/Herantasten
Nachdosieren Afterglow
Metabolisierung
Ausscheidung
Kater
Erschöpfung
Schlafmangel
Applikationswege
Oral Inhalation
Trinken Essen Schlucken Rauchen Dampfen
Aufguss
Tinktur
Edible Kapseln
Tabletten
Teile
Toss and Wash
Zigarette
Pfeife
Bong
Shisha
Vaporisator‏‎
E-Zigarette
(E-Liquid)
Smoke Bubble
Folie-Rauchen
Injektion nasal weitere
intravenös intramuskular subkutan Schnupfröhrchen‏‎
Hackkarte
buccal
sublingual‏‎
transdermal
rektal
vaginal
Spritze
Kanüle
Wirkungen
Körper Verhalten Körpergefühl Emotional Wahrnehmung
Muskelrelaxation
Vasokonstriktion
diuretisch
Enthemmung
Laberflash
Fressflash
Schlafeinleitung
Body load
Wachheit‏‎
Müdigkeit
Schmerzstillung
Appetithemmung
Appetitanregung
Euphorie
Scheintiefe
Empathie
Angstlösung
Beruhigung
CEVs
(Pseudo-)Halluzinationen
Optics
Akustische Halluzinationen
Ich-Auflösung/Ego-Tod
Breakthrough‏‎
Maschinenelfen
K-Hole
Synästhesie
Visionen
Traumerzeugung
Nebenwirkungen
Körper Kontrollverlust Nachwirkungen Abhängigkeit
Übelkeit und Erbrechen, Schlaflosigkeit‏‎, Appetitlosigkeit‏‎, Heißhunger, Müdigkeit/Mattigkeit, Antriebslosigkeit‏‎, Derealisation‏‎, Depersonalisation‏‎, Kopfschmerzen Mydriasis‏‎, Mundtrockenheit‏‎, Schwitzen Ataxie, Sprachstörungen‏‎, Schwindel, Benommenheit‏‎, Verwirrung, Filmriss/Blackout‏‎, Reizüberflutung‏‎, Tremor‏‎, Krampf, Gleichgewichtstörungen‏‎, Bewusstlosigkeit, Aggressivität Kater
Rebound
Abstinenzsyndrom
Craving
Affe
Gefahren
Psychische Krise Lebensgefahr
Abhängigkeit
Bewusstlosigkeit
Dehydrierung
Delirium
Kontrollverlust
Bluthochdurck
Tachykardie
Angst
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Drogenpsychose
Paranoia
Wahn
Herzstillstand
Atemdepression/Atemstillstand
Ersticken
Schock
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Hypothermie
Abstinenzsyndrom
Begleitumstände
Konsummuster, SaferUse, Entzug, Abstinenz, Kontrollierter Konsum, Ausschleichen‏‎, Runterreden‏‎, Drug holidays, Drogenkarriere